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Flow – 50-mal so produktiv?

Vor ein paar Tagen berichteten mehrere Medien, u.a. das Handelsblatt, über eine Produktivitäts-Studie des Marktforschungs- und Beratungsunternehmens Forrester. Das Handelsblatt zitiert in dem Artikel “Mitarbeiter in den Flow bringen: 50-mal so produktiv arbeiten” den Forrester Analysten Dave Johnson:

In hochkomplexen Arbeitsumgebungen, wie sie Wissensarbeiter oder Softwareingenieure erfahren, sind Mitarbeiter bis zu 50 Mal so produktiv, wenn sie in einem Zustand des Flow sind.

Da ich einige Untersuchungen zum Thema Flow durchgeführt habe, hier und hier und hier berichtet habe, weiß ich über die Bedeutung des Flow. Ich empfehle Unternehmen auch immer wieder, möglichst für viel Flow zu sorgen.

Ich weiß nicht, wie Johnson die Zahl 50 gemessen hat, ich halte sie auch für ziemlich hoch gegriffen. Aber eine 10- bis 20-fache Leistung im Flow-Zustand würde ich direkt unterschreiben.

War for talents – So ein Quatsch!

Ich weiß nicht, wer sich die Formel war for talents ausgedacht hat. Marketingmäßig mag der Begriff – wörtlich übersetzt: Krieg um Talente – hipp sein, sinnhaft ist er nicht. Sinn-stiftend – was dringend notwendig wäre – schon mal gar nicht.

War for talents entstammt einer gewaltorientierten Rhetorik. Der gleichen Kriegs-Rhetorik, bei der Unternehmen “gut aufgestellt” sind (zu welchem Kampf?), “Bastionen verteidigen” , “um Marktanteile kämpfen” und “Preisschlachten ausfechten”.

Anstatt solchen Unsinn zu glauben und darin zu investieren, sollten Unternehmen sich lieber ein System zum Vorbild nehmen, welches seit Millionen Jahren erfolgreich operiert: die Natur. Führt die Blume, um bestäubt zu werden, einen Krieg um Bienen? Nein! Sie macht sich besonders attraktiv und bunt. Sie lockt mit Düften und schenkt Nektar.  Alles, um die Wahrscheinlichkeit einer erfolgreichen Bestäubung zu erhöhen. Das Zauberwort ist Attraktivität. Das ist so ziemlich das Gegenteil von Krieg.

Wer in der Zukunft gute Fachkräfte haben möchte, sollte keinen war for talents anzetteln, sondern attraktive Arbeitsplätze schaffen. Punkt.

Der demografische Wandel beginnt voll zu greifen. Für viele Unternehmen bedeutet das heute schon: Fachkräftemangel. Der Fachkräftemangel wird sich in den nächsten Jahren beschleunigen und verstärken. Auf dem Arbeitsmarkt werden die Karten neu gemischt. Konnten in der Vergangenheit die Unternehmen aus einer Reihe von guten Bewerbern auswählen, so stehen sie jetzt vor der Aufgabe, um gute Leute buhlen zu müssen.

Die Lösung heißt nicht war for talents, sondern attraktive Arbeitsplätze.

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Marissa Mayer ist hübsch und blond. Aber sie ist das genaue Gegenteil von dem, was Männer sich normalerweise unter diesen Attributen vorstellen: Marissa Mayer ist eine äußerst intelligente Frau. Sie erwarb zwei Universitätsabschlüsse an der Vorzeige-Uni Stanford – in künstlicher Intelligenz. Sie ist die Nr. 20 Angestellte von Google, hat diesen Konzern in wesentlichen Teilen mitgestaltet und war auf internationalem Parkett ein Aushängeschild. Jetzt hat sie Google überraschend verlassen und heuert bei der Konkurrenz Yahoo an. Als Chefin.

Wie konnte das passieren?

Ganz einfach. Google hat nicht erkannt, was Marissa Meyer wirklich interessiert. Spiegel Online beschreibt es so:

Mayer schien bislang gewissermaßen zum Inventar von Google zu hören – doch ihre herausgehobene öffentliche Position als einziges weibliches Gesicht des Konzerns schlug sich zuletzt nicht in großen Karriereschritten nieder. Mayer war seit 2010 für lokale Dienste und Handel zuständig, als Vizepräsidentin. Doch ein Jahr nach ihrer Beförderung auf diesen Posten wurde Jeff Huber zum Senior Vice President für denselben Verantwortungsbereich ernannt. Mayer war faktisch degradiert worden. Bei großen Google-Veranstaltungen wie der Entwicklerkonferenz I/O trat Mayer kaum in Erscheinung, die neuen Gesichter des Unternehmens sind wieder nur Männer, Chefingenieur Vic Gundotra etwa und Android-Produktmanager Hugo Barra.

Der Silicon-Valley-Blogger Dustin Curtis brachte es via Twitter auf den Punkt: “Das Leben von Marissa Mayer Akt I: Google. Akt II: Rache.

Und wann wandert Ihr bester Mitarbeiter zur Konkurrenz?

Im letzten Jahr habe ich bei einem Kunden eine Untersuchung über diverse Workflows durchgeführt. Dabei kamen eine Reihe interessanter Erkenntnisse zusammen – u.a. über die Zufriedenheit der Mitarbeiter an ihrem Arbeitsplatz. Wegen des großen Erfolgs bat mich der Kunde kürzlich um eine erneute Umfrage. Diesmal direkt mit dem Fokus Mitarbeiterzufriedenheit.

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Es ist jetzt ziemlich genau 40 Jahre her, als der Club of Rome seine berühmt gewordene Studie “Die Grenzen des Wachstums” veröffentlichte. Die Studie wurde heftig diskutiert. Kritiker warfen den Autoren vor, den technischen Fortschritt auszublenden. Das Credo der Kritiker und Fortschrittsgläubigen: “Alles kein Problem. Der technische Fortschritt wird alle Problem beseitigen”. Heute sehen wir deutlicher als je zuvor: Der Club of Rome lag mit seinen Warnungen ziemlich richtig.

Immer deutlicher, immer massiver und immer schneller wird sichtbar, dass unsere bisherige Wachstumspolitik nicht zukunftsfähig ist. Wir verbrauchen in immer höherem Tempo endliche Ressourcen. Wir blasen immer mehr CO2 in die Luft und riskieren durch den dadurch ausgelösten Klimawandel enorme Schäden für Mensch und Umwelt. Wir zerstören unsere Lebensgrundlagen, als könnten wir morgen auf einen neuen Planeten umziehen.

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Daniel Kahneman – einer der weltweit führenden Psychologen und Nobelpreisträgers für Wirtschaft – hat ein neues Buch geschrieben. Um das Gesamturteil vorweg zu nehmen: Es ist großartig! Aber seien Sie gewarnt: Dieses Buch kann Ihr Denken grundlegend verändern!

Daniel Kahneman - Schnelles Denken, langsames Denken

Wenn Sie als Manager täglich mit Entscheidungen zu tun haben, dann sollten Sie das Buch unbedingt lesen. Aber der Reihe nach …

Auf Daniel Kahneman bin dich durch verschiedene Forschungsergebnisse der Glücksforschung gestoßen. Ich fand seine Arbeitsansätze sehr interessant. So wurde ich auch auf sein neues Buch “Schnelles Denken, langsames Denken” (Amazon-Link) aufmerksam.

Ich nähere mich “Schnelles Denken, langsames Denken” einmal von außen nach innen: Es ist mit über 600 Seiten ein umfangreiches Werk mit einem sehr ausführlichen Anhang an Anmerkungen, Literaturverweisen und einem sehr guten Sach- und Personenregister. Ein ausführliches Inhaltsverzeichnis verweist auf die gute Gliederung. Der Satz mit Titel- und Zwischenüberschriften ist ein Genuss für das Auge und hilft bestens beim Lesen. Soweit zur äußeren Form, die insgesamt einen sehr hohen Qualitätsstandard erfüllt. Richtig interessant wird es aber beim eigentlichen Inhalt …

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Happiness and Profit

Happiness and Profit – geht das überhaupt zusammen? Ja, das geht nicht nur gut zusammen, sondern glückliche Mitarbeiter sind ein Garant für Gewinne. Dies alles soll auf der Konferenz

Happiness and Profit, 12.06.2012, Univerisät St. Gallen

geklärt werden. Ich selbst werde auf der Konferenz zum Thema “Well being at work” sprechen.

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Am Donnerstag, den 3.5.2012 halte ich beim Marketing-Club Krefeld e.V. einen Vortrag zu dem Thema Glücksforschung – Neue Impulse für Marketing. Ich werde von den aktuellen Ergebnissen der Glücksforschung und Gehirnforschung berichten. Vor allem darüber, welche interessanten Aspekte sich daraus für das Marketing ergeben. Soviel sei verraten: Menschen verhalten sich beim Kauf oft ganz anders, als es die Wirtschaft oft erwartet.

Der Vortrag ist eine interne Veranstaltung des Marketing-Clubs. Aber für einen Beitrag von 35 EUR können auch externe Gäste teilnehmen. Ein Gast eines MC-Mitgliedes kann sogar kostenlos teilnehmen.

Weitere Details und Anmeldung siehe Homepage des Marketing-Clubs.

Update 13.05.2012. Hier ist das Video der Veranstaltung:

Redner zum Thema Flow

Das Wort Burnout hat gute Chancen, zum Wort des Jahres zu werden. Ist einem Unternehmen erst mal bewusst geworden, welche enorme Kosten ein Mitarbeiter verursacht, der ausgebrannt ist, dann kommt der Ruf nach Abhilfe. In der letzten Zeit bekomme ich immer häufiger Anfragen, einen Vortrag oder Workshop zum Thema Flow zu halten. Ist Flow eine Wunderwaffe gegen Burnout?

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