Montags-Blues
Montag, 8. Okt 2007 2:00 von Wolff Horbach

Wie haben Sie heute Ihren Arbeitsalltag begonnen: unlustig, missmutig, quälend?
Dann litten/leiden Sie unter dem Montags-Blues. Die Wirtschaftswoche schreibt unter Panik im Morgengrauen u.a.
Montagmorgen, acht Uhr in Deutschland, überall dasselbe Bild: Arbeitsunlust, verquollene Augen, miese Laune – Katerstimmung in der Belegschaft. „Montags-Blues“ nennen Wissenschaftler das Massenphänomen. Für jeden achten Bundesbürger ist, so ermittelte das Hamburger Marktforschungsinstitut Ears and Eyes, der Montag der „schlimmste Tag der Woche“. An keinem anderen Wochentag ist die Verletzungsgefahr im Job größer, und auch bei der Zahl der Krankmeldungen ist der Montag einsame Spitze.
Das Phänomen Montags-Blues wird von verschiedenen Wissenschaftsdisziplinen – Schlafforscher, Chronobiologen, Philosophen, Psychologen – untersucht. Fazit: Die Ursachen sind vielfältig und komplex. Die meisten sehen einen (zu) großen Kontrast zwischen Wochenende und Arbeit als Hauptursache an.
Viele werden jetzt sagen: Ist doch klar: Wochende ist Freizeit mit Freude & Vergnügen. Arbeit ist hart. Also ist es sinnvoll, Arbeit zu meiden und Freizeit anzustreben. Aber so einfach ist die Sache nicht. Der Glücksforscher Mihaly Csikszentmihalyi hat schon vor Jahren bei seinen umfangreichen Flow-Forschungen herausgefunden, dass die meisten Menschen bei der Arbeit mehr Glücksmomente erleben als in der Freizeit.
Könnte es sein, dass es nicht am Montag liegt, sondern an der freudlosen Arbeit oder dem tristen Umfeld?
Ich kann mir jedenfalls schlecht vorstellen, am Montags-Blues zu leiden, wenn mich eine interessante Arbeit und nette Kollegen erwarten.
Hier schreibt

[...] nur Zufall? Ich schrieb am 08.10.2007 über den Montags-Blues (Artikel links). Am 11.10.2007 schrieb die Süddeutsche Zeitung über Glücklichsein im Job [...]