Depressionen – Unternehmen sind Opfer und Täter zugleich
Donnerstag, 18. Okt 2007 6:07 von Wolff Horbach

Etwa vier Millionen Deutsche leiden unter einer Depression. Tendenz: stark steigend. Depression ist inzwischen die Volkskrankheit Nr. 1. Immer mehr sind auch Unternehmen massiv davon betroffen. Die ZEIT schrieb vor kurzem unter Arbeit essen Seele auf:
Psychische Probleme sind in Deutschland inzwischen die vierthäufigste Diagnose bei Krankmeldungen. Schon jetzt machen sie den größten Anteil der Fehlzeiten aus. Wer depressiv wird, fällt in der Regel länger aus als jemand, der sich erkältet, einen Nerv eingeklemmt oder ein Bein gebrochen hat. Viele kehren gar nicht in den Beruf zurück: In der aktuellen Statistik der Rentenversicherer sind seelische Krankheiten die häufigste Ursache für Berufsunfähigkeit: Für 27 Prozent der männlichen und 38 Prozent der weiblichen Frührentner war dies der Grund, aufzuhören. Und Auslöser ist immer öfter die Arbeit selbst.
Krankmeldungen, Frühverrentung und Berufsunfähigkeit sind aber nur die Spitze des Eisbergs. Darunter verbirgt sich eine viel größere Masse von ManagerInnen und MitarbeiterInnen, die unter Ängsten, Stress und Burn-out leidet. Und Burn-out ist meistens nur eine hübschere Verpackung für das Rätsel Depression.
Oft sind es die Unternehmen selbst, die die Probleme verursachen. Schlechte Mitarbeiterführung wird als ein Hauptgrund angegeben.
Wie wäre es mit offener Kommunikation, Wertschätzung & Beteiligung? Wetten, dass in einem glücklichen Unternehmen Depressionen höchst selten sind?
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