Geld oder Glück: was ist die grundlegende Währung?
Sonntag, 21. Okt 2007 7:18 von Wolff Horbach

Wir sind vom Geld besessen. Alles und jedes rechnen wir um in Dollar, Yen und Euro. Wir werden mit Geld belohnt für Leistungen. Wir glauben sogar, wir könnten mit Geld Liebe kaufen.
Weil Geld scheinbar alles möglich macht, tun wir auch alles mögliche, um möglichst viel Geld anzuhäufen. Der Wohlstand ist in den Industrieländern nach dem zweiten Weltkrieg enorm angestiegen. Doch leider hat das Glück nicht mitgehalten. Wir fühlen uns im Durchschnitt sogar ein klein wenig unglücklicher als noch vor 50 Jahren. Harald Willenbrock hat in dem Buch “Das Dagobert-Dilemma” das Phänomen der Jagd nach dem Geld und dem damit verpassten Glück ausführlich beschrieben. In dem Interview mit Elita Wiegand sagt er:
Glück oder Lebenszufriedenheit sind heute Faktoren, die sich ziemlich genau messen und auch vergleichen lassen. Ergebnis: Oberhalb eines jährlichen Durchschnittseinkommens von 10.000 Dollar bringt mehr Geld kaum mehr Glück.
Und Prof. Tal Ben-Shahar von der Havard University schreibt:
Wie ein Unternehmen, so macht auch der Mensch Gewinne und Verluste. Für ihn ist die grundlegende Währung jedoch nicht das Geld, und es sind auch nicht äußerliche Maßstäbe wie Ansehen, Besitz und Macht. Die grundlegende Währung für den Menschen ist das Glück, das er empfindet.
Fazit: Dem Geld hinterher zu jagen, ist eine höchst fragwürdige Angelegenheit. Geld und Ansehen sind für sich genommen wertlos. Sie machen nur dann Sinn, wenn sie zum Glück beitragen.
Und was ist Ihre grundlegende Währung?
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