Arbeitplatz: neu definiert
Mittwoch, 7. Nov 2007 6:30 von Wolff Horbach

Der bekannteste Trend- und Zukunftsforscher im deutschsprachigen Raum, Matthias Horx, hat den Arbeitsplatz neu definiert:
Die Ära des Arbeitsplatzes neigt sich dem Ende zu. PLATZ sagt man im 21. Jahrhundert zu seinem Hund, aber nicht mehr zur Arbeit. Denn Arbeit wird in vielen Dimensionen „flüssig”, sie erhebt sich von den Plätzen. Arbeit, das ist im 21. Jahrhundert jene wunderbar soziale, kreative, anstrengende Tätigkeit, für die wir obendrein auch noch Geld bekommen. Wissen Sie, wie Ihr Beruf in 15 Jahren heißt? Wenn ja, ist das in Zukunft ein schlechtes Zeichen für eine erfolgreiche Karriere. In Zukunft sind wir alle das Prekariat – aber das positive Prekariat. Denn es gibt auch immer mehr Menschen, für die Leben, Liebe, Arbeit und Selbstverwirklichung näher aneinanderrücken. Und für die „lebenslang” nicht mehr eine Beschreibung für einen Arbeitsplatz, sondern eher ein Urteil für Schwerverbrecher ist. Arbeit verliert seine strikte Bindung an Zeit, Bürosessel und Produktionsorte. In der Wissens-Gesellschaft, wo Kreativität den entscheidenden Wirtschaftsfaktor darstellt, arbeitet man am besten beim Gärtnern, beim Joggen, beim intensiven Gespräch – in jedem Fall in Bewegung.
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