Burn-out steckt ganze Teams an
Dienstag, 13. Nov 2007 9:42 von Wolff Horbach

Müde, genervt, erschöpft, ausgebrannt, deprimiert. Unter dem Burn-Out-Syndrom leiden laut Schätzungen bis zu einem Viertel aller 36 Millionen Erwerbstätigen in Deutschland. Tendenz steigend. Ganz besonders schlimm: Burn-out steckt an: ganze Teams, komplette Firmen.
Das Burn-out-Syndrom grassiert schon lange in Unternehmen. Früher war es die typische Manager-Krankheit; heute macht Burn-out auch nicht vor dem “einfachen” Mitarbeiter halt.
Ursachen von Burn-out sind Stress und Dauer-Überforderung; das Gegenteil von Flow. Ganz gefährlich wird es, wenn ganze Teams davon erfasst werden. Dies wurde jetzt auf einer Fachtagung der Universität Köln in Bad Neuenahr diskutiert: “Ausgebrannte Teams – Ansteckungsgefahr?“.
Der Kölner Psychologe Prof. Jörg Fengler ist ein Spezialist auf diesem Gebiet. Seine These:
Die gefürchtete Seelenkrise im Berufsleben — meist eine Folge von Stress, Überforderung und ausbleibenden Erfolgserlebnissen — infiziere oft nicht nur den einzelnen Menschen, sondern ganze Gruppen.
(…)
„Am Anfang steht eine Kultur des Klagens“, hat Fengler erkannt, „man beteuert sich gegenseitig, dass alles nur noch schlimmer wird. Selbst Mitarbeiter, die die Lage nicht so schwarz sehen, passen sich an, denn sonst würden sie als Außenseiter, als Streber erscheinen und von der Gruppe isoliert, vielleicht sogar gemobbt.
Fazit: Die Schäden für Mitarbeiter und Unternehmen sind unermesslich. Es wird höchste Zeit für den Glücksbeauftragten!
Und wie sieht es in Ihrem Unternehmen mit Burn-out aus?
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