Expertenkonferenz für Glücksforschung
Montag, 4. Feb 2008 16:40 von Wolff Horbach

Am 4. und 5. April findet im schönen Renaissanceschloss Kranichstein bei Darmstadt eine Expertenkonferenz für Glücksforschung statt.
Die Konferenz richtet sich an alle, die sich professionell mit den positiven Wissenschaften beschäftigen oder dies möchten – aus den Bereichen Psychologie, Wirtschaftswissenschaften, Personal-Management, Gesundheitswesen, Erziehungswesen, Religion und viele mehr.
Die Redner sind Experten aus verschiedenen Fachbereichen wie der Soziologe Prof. Ruut Veenhoven (World Database of Happiness), der Vorstand von Media-Saturn-Holding Prof. Creusen (“Mit positive Leadership zum Erfolg”) oder der Schulleiter Fritz-Schubert, der das erste Abiturfach “Glück” durchgesetzt hat.
Das vollständige Programm und alles rund um die Konferenz finden Sie unter www.glueckskonferenz.org. Wer sich bis zum 5. Feb. 2008 anmeldet, profitiert noch vom Frühbucherrabatt.
Hier schreibt

Das würde mich wirklich sehr interessieren. Wie es halt immer so ist, sind genau diesen beiden Tage schon blockiert. Ich hoffe, Sie schreiben einen Konferenzbericht hier auf dem Blog!?
Ja, ich werde an der Konferenz teilnehmen und dann auch hier darüber berichten.
Bei soviel Glück möchte ich jetzt mal eine Lanze für das „echte” Leben brechen. Glück ist in – und wird leider häufiger immer mit Erfolg und Haben in Zusammenhang gebracht. Verlust, Leid und negative Stimmungen sind aber auch, gehören Leben – diese positiv wegzudenken bewirkt oft das Gegenteil. Glück, welches sich nur an positiven Stimmungen oder glücklichen Umständen fest macht, ist ziemlich schnell zu erschüttern. Aber vielleicht ist alles auch nur Definitionssache und ich lese zuviele Glückdefinitionen, denen für mich die Tiefe fehlt.
Gäbe es Musik, Film, Theater, Bücher wenn alle immer nur Glücklich wären ?
@ Sigi: Glück ist eben nicht Erfolg und Haben, sondern eine innere Haltung. Klar gehören Verlust, Leid und negative Stimmungen auch zum Leben. Aber man wird es doch versuchen dürfen, dies zu minimieren.
Ich vergleiche immer Glück mit Gesundheit. Der natürliche Zustand ist Gesundheit. Wir werden doch hier nicht behaupten, wir müssten ab und zu mal richtig krank sein, damit wir wieder wissen, was Gesundheit ist.
Mein Lieblingszitat in diesem Zusammenhang kommt aus dem Flämischen: “An zu viel Glück ist noch niemand gestorben”.
Deine Frage, ob es Musik, Film, Theater, Bücher gäbe, wenn alle immer nur glücklich wären, möchte ich so beantworten: Es gäbe alles, aber wahrscheinlich weniger. Es würden wahrscheinlich ein paar Klassiker wegfallen, aber vielleicht gäbe es dafür andere Werke. Heute gibt es mir zu viel Negatives. Man braucht nur das Fernsehen anzustellen und sieht schon in kürzester Zeit eine völlig weltfremde Sammlung von Mord und Gewalt. Die allermeisten Science Fiction-Filme sind gekennzeichnet durch düstere Bilder und und blutigen Kämpfe um irgendwelche blöden extraterrestrischen Territorien. Wo sind die positiven Zukunftsentwürfe? Wo sind die Träume von einer Welt, in der wir gerne leben möchten?