Wertschätzung statt Firmenwagen
Montag, 9. Jun 2008 11:29 von Wolff Horbach
Viele Unternehmen versuchen immer noch, gute Mitarbeiter mit Firmenwagen, Blackberry, Boni etc. zu bestechen. Wenn diese Firmen mal die Nase in die Erkenntnisse der Glücksforschung stecken würden, müsste Ihnen schon längst klar sein, dass Mitarbeiter sich ganz andere Dinge und vor allem Verhaltensweisen wünschen. Das bestätigt eine neue Untersuchung, über die Spiegel Online heute berichtet:
Im Frühjahr befragte die internationale Beratung Watson Wyatt Heissmann in Kooperation mit der Personalmarketingagentur Fiebes in Company rund 8500 Mitarbeiter deutscher Unternehmen, welche Zusatzleistungen oder sogenannte Benefits sie neben ihrem regulären Gehalt am attraktivsten finden. Überraschendes Ergebnis: Geldwerte Benefits, vom Vorsorgesparen über das Versicherungspaket bis zum Firmenwagen und dem Blackberry auf Firmenkosten, fallen in der Gunst der Beschäftigten weit zurück. Klar vorn rangiert hingegen der Wunsch, sich die Arbeit flexibler einzuteilen, sich weiterzuentwickeln und mehr Zeit zu haben für Freizeit und Familie.
Sauer aufgestoßen ist mir die Bezeichnung “Krieg um Talente”. Liebe Frau Heike Fiebes: Ich dachte immer, dass Kriegs-Vokabular wäre männlich. Was halten Sie von “Attraktivität für Talente”? Jemand der um eine Braut wirbt, versucht ja auch, sich von seiner besten Seite zu zeigen und greift nicht zum Gewehr!
Hier schreibt

Kann mich dem nur intensiv auch mit anderen Aspekten anschließen. Aus den bekannten Studien über Mitarbeiter und Unternehmer aus der stetig wachsenden LOHAS Nische wissen wir, dass altersunabhängig der Wunsch nach mehr Lebensqualität größer ist, als der nach Einkommen und Karriere. Und ich rede hier nicht nur von Öko-Farmern oder Windmühlenzauberern, sondern von einer Branche, die bereits 2005 über 500 Milliarden Umsatz gemacht hat!
Außerdem arbeite ich gerade an einem Web-Text für den Schweizer Management Trainer Zsolt Joanovits, der als SinnCoach deutlich darauf verweist, dass viele Probleme in Unternehmen entstehen, weil Manager und Mitarbeiter häufig ungehört die Sinnfrage stellen und ihre innere Orientierung verloren haben. Dadurch fehlende Motivation ist eines der größten Hindernisse im Business derzeit…:::
LG Det Mueller
[...] “Viele Unternehmen versuchen immer noch, gute Mitarbeiter mit Firmenwagen, Blackberry, Boni etc. zu bestechen. Wenn diese Firmen mal die Nase in die Erkenntnisse der Glücksforschung stecken würden, müsste Ihnen schon längst klar sein, dass Mitarbeiter sich ganz andere Dinge und vor allem andere Verhaltensweisen wünschen“, schreibt Wolff Horbach, der Glückstrainer aus Köln heute auf seinem Blog Faktor-G. [...]
[...] “Viele Unternehmen versuchen immer noch, gute Mitarbeiter mit Firmenwagen, Blackberry, Boni etc. zu bestechen. Wenn diese Firmen mal die Nase in die Erkenntnisse der Glücksforschung stecken würden, müsste Ihnen schon längst klar sein, dass Mitarbeiter sich ganz andere Dinge und vor allem andere Verhaltensweisen wünschen“, schreibt Wolff Horbach, der Glückstrainer aus Köln heute auf seinem Blog Faktor-G. [...]
Die Anregung, mit Incentives die Motivation zu steigern, schadet den Unternehmen. Sie generieren damit zusätzlich zur äusseren Konkurrenz auch noch eine verhängnisvolle interne Konkurrenz. Damit erleidet dasjenige, was den Menschen ‘eigentlich’ wichtig wäre, nämlich die Ausrichtung auf eine sinnvolle Tätigkeit, so etwas wie eine Abwertung. Und damit erleidet das Unternehmen gerade eine Minderung der Produktivität.
Es ist der alte Irrtum: äussere Werte, in diesem Fall Geld oder Geldwertes, erzeugen Glück. Dabei ist das vielbeschworene Glück ein Nebenprodukt des sinnvollen Tuns und Erlebens; es ist ein Er-folg – nämlich etwas das folgt auf auf eine Zuwendung zu etwas oder zu jemandem.
Das mag theoretisch und psychologisierend klingen, zeigt sich aber in der Praxis auf allen Gebieten, nicht nur in der Arbeitswelt.
Und in den Umfragen.
Manueller Trackback:
Miteinander Mitmachen lernen
[...] Es geht eben nicht nur um Überzeugungsarbeit. Es geht ganz direkt auch um prinzipielle Lebens- und Kultureinstellungen. [...]
Wieder einmal eine Untersuchung, die dieses altbekannt Muster bestätigt. Schade nur, dass dennoch viele Personalverantwortliche sehr viel Energie in die Thematik “Mitarbeiterbonifikation” stecken.
[...] “Viele Unternehmen versuchen immer noch, gute Mitarbeiter mit Firmenwagen, Blackberry, Boni etc. zu bestechen. Wenn diese Firmen mal die Nase in die Erkenntnisse der Glücksforschung stecken würden, müsste Ihnen schon längst klar sein, dass Mitarbeiter sich ganz andere Dinge und vor allem andere Verhaltensweisen wünschen“, schrieb mein Freund Wolff Horbach, Glückstrainer aus Köln vor wenigen Monaten auf seinem Blog Faktor-G… [...]