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	<title>Kommentare zu: Glücksforschung: Weltweit steigt das Glück &#8211; Deutschland ist nicht dabei</title>
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	<description>Glückliche Mitarbeiter. Glückliche Kunden. Glückliche Unternehmen.</description>
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		<title>Von: Bestseller zur Förderung von Depressionen - Faktor G</title>
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		<dc:creator>Bestseller zur Förderung von Depressionen - Faktor G</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 13 Oct 2008 10:02:44 +0000</pubDate>
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		<description>[...] Frage, warum weltweit das Glück steigt, wir in Deutschland aber nicht dabei sind, habe ich mich schon oft gestellt. Vielleicht ist die aktuelle Bestsellerliste von Amazon eine [...]</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>[...] Frage, warum weltweit das Glück steigt, wir in Deutschland aber nicht dabei sind, habe ich mich schon oft gestellt. Vielleicht ist die aktuelle Bestsellerliste von Amazon eine [...]</p>
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		<title>Von: Cordula Schott</title>
		<link>http://www.faktor-g.de/2008/07/26/glucksforschung-weltweit-steigt-das-gluck-deutschland-ist-nicht-dabei/#comment-691</link>
		<dc:creator>Cordula Schott</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 31 Jul 2008 20:57:18 +0000</pubDate>
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		<description>Es ist traurig, jedoch muß ich Deiner Aussage leider zustimmen. Es gibt so unzählig viele Gründe, die wir Deutschen haben, um unglücklich zu sein. 
Ich glaube, unser großer &quot;Unglücksmotor&quot; ist unser Ausmass an Neid.
Wir sind permanent am vergleichen - was hat der Andere, was macht der Andere, wie ist der Andere etc. und dadurch einem permanenten unsichtbaren Konkurrenzdruck unterlegen. Wenn ich jedoch permanent nach aussen schiele, um zu sehen, ob ich mit den vermeintlichen Ansprüchen, mit denen ich mich im Außen vergleiche, messen kann, wie kann ich dann noch offen für die unzähligen möglichen Glücksmomente sein.  Zumal diese oftmals gar nicht laut und spektakulär daher kommen, sondern sich in kleinen Momenten verbergen, die ich nur mit Achtsamkeit wahrnehmen kann. Im Vergleichen mit anderen stehe ich ständig unter einem unsichtbaren Druck mit der Gewissheit, nie bei mir selbst anzukommen. Ein perfektes Mittel für permanente Unzufriedenheit.

Wir leben in einer Gesellschaft mit so hohen Ansprüchen, daß es nach oben keine Grenzen gibt - da fällt es sicherlich schwer, innezuhalten und mal zu lauschen auf das, was vielleicht sehr viel leisere Töne sind, dafür aber Töne, die mir sehr viel mehr entsprechen, weil sie in mein ganz persönliches Glückskonto einzahlen weil sie mir persönlich sehr viel mehr entsprechen. Allerdings kann ich diese Glücksmomente nur dann sammeln, wenn ich mich wieder mir selbst zuwende und aufhöre, mich zu vergleichen.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Es ist traurig, jedoch muß ich Deiner Aussage leider zustimmen. Es gibt so unzählig viele Gründe, die wir Deutschen haben, um unglücklich zu sein.<br />
Ich glaube, unser großer &#8220;Unglücksmotor&#8221; ist unser Ausmass an Neid.<br />
Wir sind permanent am vergleichen &#8211; was hat der Andere, was macht der Andere, wie ist der Andere etc. und dadurch einem permanenten unsichtbaren Konkurrenzdruck unterlegen. Wenn ich jedoch permanent nach aussen schiele, um zu sehen, ob ich mit den vermeintlichen Ansprüchen, mit denen ich mich im Außen vergleiche, messen kann, wie kann ich dann noch offen für die unzähligen möglichen Glücksmomente sein.  Zumal diese oftmals gar nicht laut und spektakulär daher kommen, sondern sich in kleinen Momenten verbergen, die ich nur mit Achtsamkeit wahrnehmen kann. Im Vergleichen mit anderen stehe ich ständig unter einem unsichtbaren Druck mit der Gewissheit, nie bei mir selbst anzukommen. Ein perfektes Mittel für permanente Unzufriedenheit.</p>
<p>Wir leben in einer Gesellschaft mit so hohen Ansprüchen, daß es nach oben keine Grenzen gibt &#8211; da fällt es sicherlich schwer, innezuhalten und mal zu lauschen auf das, was vielleicht sehr viel leisere Töne sind, dafür aber Töne, die mir sehr viel mehr entsprechen, weil sie in mein ganz persönliches Glückskonto einzahlen weil sie mir persönlich sehr viel mehr entsprechen. Allerdings kann ich diese Glücksmomente nur dann sammeln, wenn ich mich wieder mir selbst zuwende und aufhöre, mich zu vergleichen.</p>
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		<title>Von: Wolff Horbach</title>
		<link>http://www.faktor-g.de/2008/07/26/glucksforschung-weltweit-steigt-das-gluck-deutschland-ist-nicht-dabei/#comment-688</link>
		<dc:creator>Wolff Horbach</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 28 Jul 2008 08:20:14 +0000</pubDate>
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		<description>Lieber Joachim,
danke für &lt;em&gt;deine Gründe&lt;/em&gt;. Ich habe mich in meinem Beitrag bewusst mit der Aufzählung von Gründen zurückgehalten, weil ich mir eine lebhafte Diskussion wünsche. Müsste ich die Gründe für das fehlende Glück vieler Menschen auf eine kurze Formel bringen, so würde ich sagen: &lt;strong&gt;falsche Glücksvorstellungen&lt;/strong&gt; und &lt;strong&gt;mangelhafte Glückskompetenz&lt;/strong&gt;.

&#8226; &lt;strong&gt;Falsche Glücksvorstellungen&lt;/strong&gt;: Dazu gehört alles was von außen erwartet wird: Geld, Besitz, toller Partner. Auch Aussehen, Kleidung, Auto usw. Alle scheinen wie besessen, möglichst viel von dem Kram anzuhäufen. Und rackern sich dafür ab und ruinieren dabei Gesundheit und Familie.
&#8226; &lt;strong&gt;Mangelhafte Glückskompetenz&lt;/strong&gt;: Eltern wissen es oft nicht, können es auch den Kindern nicht beibringen. Es gibt erst eine einzige Schule in Deutschland, in der es gelehrt wird. Viele nehmen vom Glück an, man hätte es oder man hätte es eben nicht. Dabei belegt die Glücksforschung immer deutlicher, dass man &quot;Glücklich sein&quot; lernen kann, wie vieles andere auch. Aber warum tun es denn so wenige? Womit wir bei der nächsten Frage wären.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Lieber Joachim,<br />
danke für <em>deine Gründe</em>. Ich habe mich in meinem Beitrag bewusst mit der Aufzählung von Gründen zurückgehalten, weil ich mir eine lebhafte Diskussion wünsche. Müsste ich die Gründe für das fehlende Glück vieler Menschen auf eine kurze Formel bringen, so würde ich sagen: <strong>falsche Glücksvorstellungen</strong> und <strong>mangelhafte Glückskompetenz</strong>.</p>
<p>&bull; <strong>Falsche Glücksvorstellungen</strong>: Dazu gehört alles was von außen erwartet wird: Geld, Besitz, toller Partner. Auch Aussehen, Kleidung, Auto usw. Alle scheinen wie besessen, möglichst viel von dem Kram anzuhäufen. Und rackern sich dafür ab und ruinieren dabei Gesundheit und Familie.<br />
&bull; <strong>Mangelhafte Glückskompetenz</strong>: Eltern wissen es oft nicht, können es auch den Kindern nicht beibringen. Es gibt erst eine einzige Schule in Deutschland, in der es gelehrt wird. Viele nehmen vom Glück an, man hätte es oder man hätte es eben nicht. Dabei belegt die Glücksforschung immer deutlicher, dass man &#8220;Glücklich sein&#8221; lernen kann, wie vieles andere auch. Aber warum tun es denn so wenige? Womit wir bei der nächsten Frage wären.</p>
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		<title>Von: Joachim Zischke</title>
		<link>http://www.faktor-g.de/2008/07/26/glucksforschung-weltweit-steigt-das-gluck-deutschland-ist-nicht-dabei/#comment-687</link>
		<dc:creator>Joachim Zischke</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 28 Jul 2008 07:34:16 +0000</pubDate>
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		<description>Lieber Wolff,
ich hatte erwartet, dass uns die Glücksforschung  (und Du hier als Glücksforscher) die Frage beantwortet, warum wir immer weniger Glücksempfinden verspüren. Nicht nur, warum wir glücklich sind, sondern auch, warum wir &lt;i&gt;nicht&lt;/i&gt; glücklich sind, müsste mehr betrachtet werden. 

Du fragst nach Gründen. Vielleicht diese:
&#8226; &lt;strong&gt;Wir lieben das Leben nicht&lt;/strong&gt;: Wir pflegen eine Kultur des Pessimismus und der inneren Agonie. Wir fühlen uns wohl, wenn wir neue Probleme entdeckt haben, die uns unsere Fehler und Verfehlungen aufzeigen und uns dann erlauben, mit hängenden Köpfen durch die Welt zu ziehen. Wir sind nicht lebensmutig, sondern zweifelsmutig. Wir müssen uns grundsätzlich schlechter fühlen als alle anderen Völker, das betrachten wir als unser ewiges Schicksal. Wir sehen nicht die Chancen des Lebens, sondern nur seine Probleme. 
&#8226; &lt;strong&gt;Wir erwarten zuviel vom Leben&lt;/strong&gt;: Wir lieben den Perfektionismus, das Preussische, das bis ins Kleinste geregelte Leben. Alls muss laufen wie ein Uhrwerk. Es darf keine Minute Verspätung geben, sonst gerät unser Leben aus dem Takt. Wir sind keine Improvisateure, sondern Befehlsempfänger, und das frustiert mit der Zeit. Wir verlassen uns zuviel auf Andere, statt auf uns selbst. Wir reden viel von Eigeninitiative, aber im Grunde genommen ist sie unerwünscht, häufig sogar verboten. 
&#8226; &lt;strong&gt;Wir suchen das Falsche im Leben&lt;/strong&gt;: Für uns ist Besitz, nicht Genuss, der Inbegriff des Glücks. Wir streben nach Mehr, nicht nach Weniger. Im Haben sehen wir unser Glück, nicht im Sein.  &#8212;
Beste Grüsse, Joachim</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Lieber Wolff,<br />
ich hatte erwartet, dass uns die Glücksforschung  (und Du hier als Glücksforscher) die Frage beantwortet, warum wir immer weniger Glücksempfinden verspüren. Nicht nur, warum wir glücklich sind, sondern auch, warum wir <i>nicht</i> glücklich sind, müsste mehr betrachtet werden. </p>
<p>Du fragst nach Gründen. Vielleicht diese:<br />
&bull; <strong>Wir lieben das Leben nicht</strong>: Wir pflegen eine Kultur des Pessimismus und der inneren Agonie. Wir fühlen uns wohl, wenn wir neue Probleme entdeckt haben, die uns unsere Fehler und Verfehlungen aufzeigen und uns dann erlauben, mit hängenden Köpfen durch die Welt zu ziehen. Wir sind nicht lebensmutig, sondern zweifelsmutig. Wir müssen uns grundsätzlich schlechter fühlen als alle anderen Völker, das betrachten wir als unser ewiges Schicksal. Wir sehen nicht die Chancen des Lebens, sondern nur seine Probleme.<br />
&bull; <strong>Wir erwarten zuviel vom Leben</strong>: Wir lieben den Perfektionismus, das Preussische, das bis ins Kleinste geregelte Leben. Alls muss laufen wie ein Uhrwerk. Es darf keine Minute Verspätung geben, sonst gerät unser Leben aus dem Takt. Wir sind keine Improvisateure, sondern Befehlsempfänger, und das frustiert mit der Zeit. Wir verlassen uns zuviel auf Andere, statt auf uns selbst. Wir reden viel von Eigeninitiative, aber im Grunde genommen ist sie unerwünscht, häufig sogar verboten.<br />
&bull; <strong>Wir suchen das Falsche im Leben</strong>: Für uns ist Besitz, nicht Genuss, der Inbegriff des Glücks. Wir streben nach Mehr, nicht nach Weniger. Im Haben sehen wir unser Glück, nicht im Sein.  &mdash;<br />
Beste Grüsse, Joachim</p>
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