Spuren statt Staub: Wie Wirtschaft Sinn macht.
Freitag, 3. Okt 2008 16:02 von Wolff Horbach
Das neue Buch der Business-Querdenker Anja Förster und Dr. Peter Kreuz habe ich vor einiger Zeit hier schon angekündigt. Jetzt ist das Buch auf dem Markt und ich habe es soeben zu Ende gelesen. Um das Fazit vorweg zu nehmen: “Spuren statt Staub: Wie Wirtschaft Sinn macht” hat mir viel Freude bereitet und ist äußerst lesenswert.
Am Anfang des Buches steht ein Zitat von Antoine de Saint-Exupéry, welches unschwer erkennbar Pate gestanden hat bei der Titelbildung:
Geh nicht nur die glatten Straßen.
Geh Wege, die noch niemand ging,
damit du Spuren hinterlässt
und nicht nur Staub.
Das Buch ist ein Mutmacher. Ein Mutmacher für Unternehmen und Unternehmer, die aus dem Einerlei des Wettbewerbs um immer gleicher werdende Produkte und Services raus wollen. Ein Mutmacher für Manager, die sich nicht nur als Erfüllungsgehilfen für mehr Umsatz sehen, sondern Sinn in ihrer Arbeit finden wollen. Ein Mutmacher für Angestellte, die aus dem Trott ihrer jetzigen Arbeitgeber raus wollen und erkennen, dass es genügend Unternehmen gibt, die ganz anders arbeiten. Ein Mutmacher für Menschen, die auf dem Sprung sind, ihr eigenes Business zu gründen.
Förster und Kreuz verkneifen sich das Jammern über schlechte Unternehmen (fast) ganz. Erfreulich erfrischend schildern sie dagegen von ihren positiven Erfahrungen und inspirierenden Begegnungen mit Menschen und Unternehmen, die ihrem Tun Sinn verliehen haben.
In 24 Szenen beleuchten die Autoren eine Arbeitswelt, in der es Spaß macht, mitzuwirken. Jede Szene beginnt mit einer persönlich erlebten Geschichte. Es geht um Spirit, Leidenschaft, echte Beteiligung der Mitarbeiter, Vertrauen, Eigenverantwortung usw. Sicher, das eine oder andere steht auch in anderen Managementbüchern. Aber hier wird es im Zusammenhang sehr lebendig.
Die Sprache von Förster und Kreuz ist erfrischend anders als man sie aus der sonst so staubtrockenen Managementliteratur kennt. Ganz im Sinne ihres Bestsellers von 2007: “Alles, außer gewöhnlich“. Die Sprache ist direkt, manchmal provozierend und etwas salopp. Und einige Male habe ich herzhaft gelacht. Das hat man bei Wirtschaftsliteratur sonst selten.
Die beiden Autoren dozieren nicht, sondern zeigen an zahlreichen Beispielen praxisnah auf, wie Wirtschaft Sinn macht. Ständig sind sie auf mehreren Kontinenten als Trüffelschweine unterwegs, um Unternehmen aufzuspüren, die erfrischend anders und gleichzeitig erfolgreich sind.
“Spuren, statt Staub” ist kein Buch, welches man nur einmal lesen sollte. Es ist sehr gut als Nachschlagewerk und Inspirationsquelle geeignet. Im Buch finden sich zwar keine Checklisten, aber die einzelnen Szenen kann man durchaus als Checklisten für das eigene Unternehmen benutzen.
Kurzum: ein sehr lesenswertes Buch, welches eine Fundgrube für Unternehmer und Manager ist. Eben für alle, die nicht nur Staub aufwirbeln, sondern Spuren hinterlassen wollen.
PS: Diese Woche haben Anja Förster und Peter Kreuz eine Blog-Serie bei innovativ.in geschrieben:
Hier schreibt

[...] Gefunden in Spuren statt Staub. [...]