Club der Finanzkrisenverweigerer
Sonntag, 21. Dez 2008 14:07 von Wolff Horbach
Jan A. Poczynek ruft in seinem Blog dazu auf, dem Club der Finanzkrisenverweigerer beizutreten. Dazu gibt es die passende Anleitung:
Wir Finanzkrisenverweigerer werden…
- nicht jammern, sondern geistige Elastizität trainieren
- nicht glauben was wir lesen, sondern lesen was wir glauben
- Chancen fokussieren und ganzheitlich agieren
- uns für zukünftigen Erfolg und Balance nützlich machen
Und Dieter steuert in den Kommentaren eine schöne Geschichte bei, die 1992 in der New York Times erschien:
REZESSION
Es war einmal ein Mann in Amerika, der wohnte an einer Überlandstraße und verdiente sich seinen Lebensunterhalt mit dem Verkauf von Hot-Dogs am Straßenrand.
Seine Ohren waren nicht so gut, darum hörte er nie Radio.
Seine Augen waren nicht so gut, darum las er nie Zeitung.Gut aber waren die Hot-Dogs, die er verkaufte. Er stellte Schilder an die Straße um dies der Welt mitzuteilen. Auch stand er selbst an der Straße und rief: „einen Hot-Dog gefällig? “ Und immer mehr Leute kauften bei ihm. Er erhöhte seine Bestellungen bei den Würstchen und Brötchen, er kaufte sich einen größeren Ofen um mit dem Geschäft Schritt halten zu können. Schließlich brauchte er einen Helfer und holte seinen Sohn vom College zurück.
Und folgendes geschah: Der Sohn sagte:“ Vater, hast Du denn nicht Radio gehört? Hast Du denn nicht Zeitung gelesen? Wir haben eine riesige Rezession! In Europa ist die Lage schlimm. Bei uns in Amerika ist sie noch schlimmer. Alles geht vor die Hunde.“
Worauf sich der Vater sagte:“ Mein Sohn war auf dem College. Er liest Zeitung und er hört Radio. Er wird es ja wohl wissen.“ Daraufhin reduzierte er seine Bestellungen für Würstchen und Brötchen, nahm seine Reklameschilder herein und sparte sich die Mühe, sich selbst an die Straße zu stellen und seine Hot-Dogs anzupreisen. Und praktisch über Nacht brach sein Geschäft zusammen.
„Du hast recht, mein Junge“, sagte der Vater zum Sohn, „wir befinden uns wirklich mitten in einer Rezession.“
Die Geschichte hat mir auch schon mal Jörg Weisner erzählt. Vielleicht sollten wir sie mal an Angela Merkel weitererzählen.
Hier schreibt

hallo Wolff Horbach!
)
das freut mich sehr, dass sie den “club der finanzkrisenverweigerer” als kleinen beitrag zum glück hier erwähnen.
die resonanzen sind so erfreulich, dass wir bald darüber nachdenken könnten eine eigene fernsehstation mit positiver message zu gründen.
sunshine!
Jan A. Poczynek
@ Jan, der Beitrag zum Glück ist gar nicht so klein. Glückliche Menschen sind aktiv und gestalten die Zukunft. Unglückliche Menschen zucken vor jeder negativen Nachricht zusammen und verkriechen sich in die Ecke.
Leider kommen in der Tagesschau und anderen Medien immer noch der Schwarzseher mit der katastrophalsten Prognose aus Platz 1 und (noch) nicht der “Club der Finanzkrisenverweigerer”. Aber wir sind ja optimistisch!
[...] If nothing else, don’t let yourself get frustrated and demotivated by people talking about how bad everything is and join the club of Finanzkrisenverweigerer (found via). [...]