Frank Asbeck: “Man muss dem Glück eine Landebahn geben”
Samstag, 20. Jun 2009 15:03 von Wolff Horbach
Heute bin ich per Zufall auf ein Interview gestoßen, welches vom 12.10. 2008 ist, also nicht mehr ganz frisch. Aber die darin geäußerten Ideen und Meinungen finde ich hochaktuell. Das Handelsblatt interviewte den sehr erfolgreichen Unternehmer Frank H. Asbeck, Gründer und CEO von SolarWorld AG.
Interessant finde ich, was Asbeck zu unternehmerischem Erfolg sagt:
Handelsblatt: [...] Sie sind ein Selfmademan?
Asbeck: Ich weiß nicht, was ein Selfmademan ist. Was ich weiß, ist, dass jeder Mensch durch seine Umgebung geprägt wird. Man muss dem Glück, das man für Erfolge braucht, die entsprechende Landebahn geben. Mit dem geschäftlichen Glück ist es so, dass es um jeden kreist. Man muss ihm nur die Möglichkeit schaffen, dass es landen kann. Wenn einer sagt, er hat eine spezielle Fähigkeit, dann muss er die durch Handwerk und Lernen untermauern. Dann wird das Glück das erkennen und auch kommen.
Das deckt sich zu 100 Prozent mit den Erkenntnissen der Glücksforschung: Glück ist eine Folge aktiven Handelns!
Asbeck äußerst sich auch zu glücklichen Mitarbeitern:
Ihre Mitarbeiter scheinen so glücklich, dass sie keinen Betriebsrat in Bonn brauchen?
Das ergibt sich hier in Bonn nicht mit dem Betriebsrat, hier kann jeder kommen und mit mir oder mit seinem Vorgesetzten reden. Ein- bis zweimal jährlich haben wir Mitarbeitergespräche und wir haben individuelle Zielvereinbarungen, die sich auch im Gehalt niederschlagen. Aber bei 120 Mitarbeitern in Bonn – was braucht man einen Betriebsrat? In den Produktionsbetrieben, wo es eine gewisse Anonymität gibt, haben wir Betriebsräte.
Ach, hätten doch viele Unternehmer und Manager so eine Haltung. Dann hätten wir viel weniger Sanierungsfälle in unserer Republik. Weniger Hypo Real Estates, weniger Opels und weniger Arcandors.
Interview komplett lesen: SolarWorld, Handelsblatt.
Hier schreibt
